Geschichte

Die Geschichte mit den Besitzern der Burg Glanegg     

Im Zentrum des sonnigen Glantales wo sich der obere enge Glantalboden ostwärts zu weiten beginnt und die alte Römerstraße die Glan bei Mautbrücken überquert, liegt in früherer strategisch günstiger Lage an der steilen nördlichen Talflanke die ehemalige verkehrsbeherrschende Burg Glanegg.

Der Erbauer ist nicht bekannt, doch nach neuesten Erkenntnissen sind es vermutlich die Eppensteiner. Sie waren ein bedeutendes Geschlecht ihrer Zeit (viele Besitzungen von Nordsteiermark bis Friaul). 1012 wurde Adalbero erster Kärntner Herzog. Abgesetzt vom Kaiser wegen Mord an Graf Wilhelm (Hemmas Sohn), wurde er in Acht und Bann versetzt, daher gibt es aus dieser Zeit keine Informationen.
Der älteste Bauteil (Palas) wurde direkt auf den Felsen gebaut und bis zum Anfang des 16. Jhdts. als Wohnbau genutzt. Erhalten davon ist nur mehr ein Geschoß mit einem ebenerdig überwölbten Raum, sein Boden ist der blanke Fels. Die Kapelle wurde direkt auf die ehemalige Ringmauer gesetzt und entsprach wohl am längsten ihrer Funktion. Die letzte Messe wurde 1862 gelesen.

 

1121 1121 wurde die Burg erstmals durch Herzog Heinrich III aus dem Geschlecht der Eppensteiner erwähnt (Adalberos Enkelsohn). Er war ein sehr kaisertreuer Herzog. Es regierte damals Kaiser Heinrich der V aus dem Hause Salier. Nach Herzog Heinrichs Tod (1122) erbte sein Neffe Graf Bernhard v. Spanheim die Burg. Dieser vererbte die Burg auch einen Neffen, Markgraf Ottokar II v. Steyr. Nun wurde die Burg von steirischen Ministerialen verwaltet, sie nannten sich Herrn von Glanegg.
1185 Ottokar II, inzwischen Herzog von Steiermark, vererbte nach seinem Tode 1185 die Burg dem Babenberger Herzog Leopold V. Er überließ die Burg als Lehen an die folgenden Herren mit Erbfolgen: Reimpert v. Murek, Rudolf v. Ras, Reimbert v. Glanegg.
1424 1424 wurde Glanegg landesfürstlicher Besitz und Landgericht unter Herzog Wilhelm, nach ihm Ernst der Eiserne, der die Burg seinen Sohn Friedrich III. (deutscher Kaiser, Habsburger Geschlecht) vererbte.
1473 1473 wurde das Glantal von den Türken bedroht, bis 1478. Der Burg konnten sie nichts anhaben. Auch nicht die ungarischen Raubscharen danach. Kaiser Friedrich III vererbte die Burg seinem Sohn Kaiser Maximilian I. Dieser seinem Enkel Kaiser Ferdinand I.
1534 Wegen hoher Schulden überließ Kaiser Ferdinand pfandweise die Burg Ulrich v. Ernau (1534), der sie auch später ganz kaufte und zu einen Schloss umbaute. 1588 gelangten die Erben des 1540 verstorbenen Ulrich v. Ernau in den vollen Besitz des Schlosses Glanegg.
1630 Verkauft wurde der Besitz wechselhaft an Johann Weber von Ehrental, Kronegg, Seenuhs, Windischgrätz, Aschau, 1713 Graf Stampfer (er ließ die erste Straße durch das Glantal bauen (die alte Straße führte über St. Martin, Kallitsch und in Mautbrücken über die Glan), wo bis 1775 Maut eingehoben wurde.
1802 1802 kaufte ein Herr Kirn das Schloss, 1806 Graf Batthyany, 1818 Hofrichter Hirzegger v. Ossiach, dessen Tochter Josefine einen Herrn Klinzer ehelichte und Schloss Glanegg als Heiratsgut mitbrachte.
1830 Klinzer baute 1830 das Gut Mautbrücken und die junge Familie zog in das neue Domizil: Herrenhaus, Bierbrauerei, Stallungen, Kegelbahn, Schießstätte, Mühle, Gartenanlagen usw. Mautbrücken wurde ein beliebtes Ausflugsziel.
1848 1848 bestieg Kaiser Franz Josef den Thron, es kam das Ende der Feudalherrschaft, Auflösung des Amtssitzes und der Gerichtsbarkeit im Schloss Glanegg.
1860 1860 kaufte der Bregenzer Bürgermeister Ferdinand Kinz das Schloss. Es folgten noch Kaufmann Josef Odelga, Maria Edle v. Marquet und Leo Rainer.
1937 Die heutigen Besitzer sind seit 1937 die Familie Maier / Zwillink.
1996 1996 pachtete die Gemeinde die Burg und übergab das Kulturgut dem „Burgverein Glanegg“ zur Revitalisierung.
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